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Bau von 2 Ukulelen, Teil 5: Zusammenbau Korpus

Der erste Schritt beim Korpusbau ist das Biegen der Zargen. Ich verwende dazu eine Außenform.

Gebogen werden die Zargen über einem Rohr, das mit einem Heißluftgebläse beheizt wird. Wichtig ist, dass das Holz nicht zu dick ist. Optimal sind eine Materialstärke von 2mm oder weniger. Das Holz wird mit einer Blumespritze nass gespritzt und dann über das heiße Rohr gezogen. Durch die Hitze in Kombination mit der Feuchtigkeit werden die Holzfasern flexibel und das Holz lässt sich biegen. Zwischendurch wird die Zarge immer wieder in der Form kontrolliert. Nach dem Biegen lässt man die Zarge in der Form trocknen und ein bisschen ruhen, damit sich das Holz an seine neue Form gewöhnen kann.

Nachdem die Zargen geleimt und getrocknet sind, werden Ober- und Unterklotz eingeleimt. Danach kann der Zargenkranz aus seinem Korsett befreit werden.

Um die Leimfläche zwischen Zargen und Decke bzw. Boden zu vergrößern, werden sogenannte Reifchen benötigt. Damit sie sich gut der Kontur des Instrumentes anpassen, werden sie in kurzen Abständen geschlitzt. Im linken Bild ist die Vorrichtung zu sehen, mit der ich die Reifchen einsäge. Wichtig ist dabei das Holz nicht ganz durch zu sägen.

Dann werden die Reifchen mit vielen Klemmen auf der Ober- und Unterseite des Zargenkranzes angeleimt.

Um maximale Stabilität des Korpus zu erreichen, werden die Leisten von Boden und Decke in die Reifchen eingelassen. Das sollte in der nebenstehenden Ansicht von oben und von der Seite erkennbar sein.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den Halsfuß einzupassen, die Öffnung im Zargenkranz inst noch gut erreichbar.

Anschließend wird die Decke aufgeleimt.

Ein letzter Blick ins innere, bevor die Schachteln verschlossen werden. Die Leistchen für den Boden sind im linken Bild noch nicht aufgeleimt.

Da der Boden recht stark gewölbt ist, braucht man zum Anleimen viele Zwingen, um den Boden in Form zu zwingen.

Ist der Leim getrocknet, wird der Überstand von Decke und Boden entfernt und die Treppe für die Zierstreifen und Einfassung gefräst.

Damit es etwas ansprechender aussieht, bekommt der Ahornstreifen zur Einfassung noch einen Zierstreifen verpasst.

Bevor der Ahornstreifen angeleimt werden kann, wird er ebenfalls auf dem Biegerohr in Form gebracht.

Beim Anleimen der Einfassung muss man sehr darauf achten, dass keine Spalten entstehen. Deshalb werden die Streifen mit Malerkrepp und zusätzlich mit Gummischnur in Position gehalten.



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